Ratgeber rund um das Arbeitszeugnis

Ratgeber rund um das Arbeitszeugnis

Nach der Beendigung seiner Arbeitsstelle hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein Praktikum, einen Semesterjob oder eine Stelle als Werkstudenten gehandelt hat. Ein Arbeitszeugnis ist das Recht eines jeden Studenten.

Umfragen zufolge ist für viele Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis von Bedeutung. Nicht jeder potenzielle, zukünftige Arbeitgeber studiert peinlich genau den Inhalt des Zeugnisses. Auf die Vollständigkeit legt die Mehrheit der Personaler in einem Unternehmen allerdings Wert. Dies sollten Studenten immer bedenken, wenn es um die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses geht. Denn jeder Bestandteil der Bewerbung erhöht die Chance auf den Wunschjob nach dem Studium.

Die Bedeutung des Arbeitszeugnisses

Dem Arbeitszeugnis kommt seit geraumer Zeit große Bedeutung zu. Traditionell legen die deutschen Arbeitgeber und -nehmer großen Wert auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Der Gesetzgeber zeigt seine Wertschätzung gegenüber dem arbeitsrechtlichen Institut durch den rechtlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Die Mehrheit der Personaler äußert sich dahingehend, dass das Arbeitszeugnis für die Vollständigkeit der Bewerbung wichtig ist. Ein fehlendes Arbeitszeugnis des Werkstudenten- oder Semesterjobs lässt den Personaler aufhorchen und verschlechtert die Chancen der Berufseinsteiger auf ihre Stelle der Wahl.

Vollständigkeit beim Arbeitszeugnis

Das Vorliegen eines beliebigen Arbeitszeugnisses genügt jedoch nicht. Studenten und zukünftige Berufseinsteiger sollten darauf achten, dass das Arbeitszeugnis vollständig ist. Nicht selten bitten Personaler die Arbeitnehmer, selbst das Arbeitszeugnis zu verfassen und zur Unterzeichnung vorzulegen. Die Personaler reduzieren somit ihren Aufwand. Allerdings kommt dem Studenten die Aufgabe zu, ein vollständiges Zeugnis zu erstellen. Die folgenden Abschnitte gehören zu einem qualifizierten Arbeitszeugnis:

  • Einleitung
  • Beruflicher Werdegang und aktuelle Tätigkeit
  • Bereitschaft und Befähigung
  • Wissen, Arbeitsweise, Arbeitserfolg und Co.
  • zusammenfassende Leistungsbeurteilung
  • Verhalten
  • Beendigung und Dankesformel
  • Zukunftswünsche

Viele Personaler wissen, dass Arbeitgeber teilweise die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses als Last empfinden. Folglich ist der Trend zum selbst erstellen Arbeitszeugnis keine Unbekannte. Da eine derartige Überprüfung schlichtweg nicht möglich ist, kommt der Unterschrift große Bedeutung zu. Eine Unterschrift des Ausstellers ist zwingend erforderlich und enthält zudem die jeweilige Kompetenz. Der Personaler kann mit der “Bezeichnung” Personalchef beispielsweise klarstellen, dass er über die notwendigen Kompetenzen zur Leistungsbeurteilung verfügt, um ein hochwertiges Arbeitszeugnis zu erstellen.

Interpretation des Inhalts

Die gesetzlichen Vorschriften verlangen eine wohlwollende und ehrliche Formulierung des Arbeitszeugnisses. Folglich klingt zunächst jedes Arbeitszeugnis gut. Die Personaler der Unternehmen entwickelten infolgedessen eine Art Geheimsprache, bei der versteckte Formulierungen Aufschluss über etwaige Mängel geben können. Eine Interpretation des Inhalts und Prüfung des Arbeitszeugnisses lohnt sich immer – erst recht, wenn das Arbeitszeugnis für Studenten den Weg in die berufliche Zukunft eröffnen soll. Die Checkliste auf https://shop.haufe.de/checkliste-arbeitszeugnis zeigt sämtlichen Arbeitnehmern, wie die Erstellung eines Arbeitszeugnisses im Unternehmen abläuft. Zugleich hilft diese zu verstehen, worauf bei der Interpretation zu achten ist.

Fazit – das Arbeitszeugnis als Grundlage für beruflichen Erfolg

Das Arbeitszeugnis ist die Grundlage für beruflichen Erfolg. Studenten und Berufseinsteiger sollten sich bei jeder Stelle ein Arbeitszeugnis ausstellen lassen, um eine vollständige Bewerbung abzugeben. Bei der Kontrolle des Inhalts versetzen sich die Studenten in zukünftige Personaler. Infolgedessen können etwaige Mängel identifiziert und mit dem aktuellen Arbeitgeber besprochen werden.